NEUE KAPELLE FÜR TAGUNGSSTÄTTE NECKARZIMMERN

Neckarzimmern. Kirche als Selbstbauprojekt: Nach gut fünf Monaten Bauzeit übergibt Landesbischof Ulrich Fischer am Montag, 14. November, (14.00 Uhr) die neue Waldkapelle der Evangelischen Tagungsstätte in Neckarzimmern ihrer Bestimmung.

Bei der Errichtung des Holzbaus packten neben vielen Jugendgruppen und zahlreichen Helfern, die über den Internationalen Bauorden nach Neckarzimmern kamen, auch Mitarbeitende aus dem Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe an. Dank der erheblichen Eigenleistungen wurde die Kapelle, deren Grundstein Ende Mai gelegt worden war, sogar früher fertig als zunächst geplant.

"Kirchen zu bauen ist immer etwas Besonderes gewesen. Kirchen besonders für junge Menschen zu bauen, ist noch seltener", sagt Landesjugendpfarrer Thomas Schalla.

"Junge Menschen suchen und brauchen Orientierungshilfen. Es ist schwieriger geworden, aus der Vielfalt der Optionen den jeweils richtigen Weg zu finden. Der christliche Glaube gibt dafür Antworten und kennt dafür besondere Orte, die helfen, Leben und Glauben miteinander zu verbinden. Die Waldkapelle in Neckarzimmern soll ein solcher Ort werden."

Die Kapelle in massiver Holzbauweise nach einem Entwurf des Heidelberger Architekturbüros ap88 bietet bis zu 60 Personen Platz. Das Material für den acht Meter hohen und 13 Meter langen Bau spendete die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS).

Die Tagungsstätte der Evangelischen Jugend in Neckarzimmern wird nicht nur von der Jugendarbeit genutzt. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Mahnmal zur Erinnerung an die Vertreibung badischer Jüdinnen und Juden. Die knapp 300.000 Euro teure neue Waldkapelle, die einen inzwischen abgerissenen Andachtsraum ersetzt, setzt nun im Zentrum des Geländes einen wichtigen Akzent evangelischer Kinder- und Jugendarbeit.